Ernährung des Hundes

Um meine Überzeugung für die Fütterung von Frischfleisch zu erklären, muss ich etwas ausholen. Als ich vor knapp 15 Jahren meinen Husky-Cattle-Mix Nico von einem Tierschutzverein übernahm, hatte dieser einige gesundheitliche Probleme. Hätte ich nicht Frau Beate Bauer (www.4fuer4.de) kennengelernt, hätte ich mich mit Sicherheit länger mit diversen Magen-Darm-Problemen, Entzündungen und Räude herumgeschlagen. Sie hat mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden, ich habe viel Geld für weitere Tierarztbesuche gespart und hatte danach 13 Jahre einen kerngesunden Hund. Seitdem füttere ich, auf Frau Bauers Empfehlung hin, ausschließlich Frischfleisch und möchte diese Möglichkeit auch anderen Hundebesitzern bieten.

Warum Hunden frisches Fleisch füttern?
Wie auch beim Menschen hat die Ernährung eine zentrale Bedeutung für das Wachstum, den Aufbau des Körpers, die Entwicklung des Immunsystems und damit für die Gesundheit. Fertigfutter, aus der Dose oder als Trockenfutter, scheint alle wichtigen Nährstoffe zu enthalten, ausgewogen und artgerecht zu sein. Die Verwendung von Frischfutter dagegen ist angeblich zeitaufwändig, kompliziert und teuer …

 

Doch lange Haltbarkeit und gleichmäßige Qualität der Fertignahrung sind genau das Problem.

Alle Inhaltsstoffe sind erhitzt, dadurch sind viele weniger wertvoll und manche direkt gefährlich für die Gesundheit. Kochen oder sonstige Erhitzungsprozesse binden Nahrungsmoleküle fester zusammen und diese werden dadurch schwer verdaulich. Die Verdauung verbraucht also mehr Energie als bei frischem Futter. Ein erheblicher Anteil des Trockenfutters besteht aus Getreide. Von Natur braucht der Hund kein Getreide, es ist sogar eher schädlich für ihn. Die verlorenen Nährstoffe müssen wieder künstlich zugesetzt werden. Oft sind das chemisch hergestellte Stoffe, die nur schwer verwertet werden können. Schließlich werden künstliche Konservierungsmittel verwendet, um die Haltbarkeit des Produkts zu garantieren. Diese Stoffe reichern sich langsam im Körper des Hundes an und können zu schweren Störungen führen.
 

Hier ist NICHT die Rede von qualitativ SCHLECHTEM Trockenfutter. Allein die Art der Herstellung des Trockenfutters hat diese Problematik zur Folge.
Der Hund gehört zu der Ordnung der Karnivoren, wobei er kein reiner Fleischfresser ist. Außer Beutetieren frisst er Obst, Kräuter, Beeren, Gräser und Wurzeln. Überwiegend ist er jedoch ein Jäger. Vom Beutetier wird fast alles aufgefressen. Durch den Verzehr des ganzen Tieres bekommt der Wolf alle für ihn lebenswichtige Nährstoffe: Eiweiß, Fett, Mineralien, Vitamine, Enzyme und Ballaststoffe.

 


 

Da der Wolf auch den Mageninhalt des Beutetieres mitverzehrt, nimmt er auch die pflanzlichen Nährstoffe auf, die sein Verdauungsapparat ansonsten nicht aufschließen könnte. Immerhin sind die Beutetiere des Wolfs fast ausschließlich Pflanzenfresser. Grundsätzlich ist der Verdauungsapparat des Wolfs und damit auch des Hunds darauf ausgerichtet, fleischliche Nahrung zu verarbeiten. Der Magen ist sehr groß und der Darm ist sehr kurz. Die Verdauungszeit ist dadurch recht kurz, der Wolf ist damit aber auch nicht in der Lage, rein pflanzliche Nahrung angemessen zu verdauen.Trockennahrung wird also den Bedürfnissen des Hundes nicht gerecht. So drängt sich geradezu die Verwendung von Frischfleisch auf. Sicher ist es so, dass es sehr aufwändig ist, wenn man alle Bestandteile der Nahrung selbst zusammenstellt und zubereitet. Hierzu bietet sich aber eine hervorragende Alternative an: Frisches Mischfleisch, zusammengesetzt aus Muskelfleisch, Grünem Pansen und Blättermagen. Diese Zusammensetzung entspricht der natürlichen Ernährung des Wolfs.
Mit dem Muskelfleisch erhält der Hund alle tierischen Nährstoffe, Eiweiß, viele Vitamine sowie die Mineralien Kalium, Natrium und Eisen. Vor allem liefert das Fleisch dem Hund die nötige Energie für seinen Bewegungsdrang. Grüner Pansen enthält alle Kleinstlebewesen (Bakterien u.s.w.), die im Pansen (einem Vormagen bei Wiederkäuern) das gefressene Gras (Zellulose) zerkleinern. Wenn nun ein Wolf einen Wiederkäuer (z. B. Reh) frisst, so frisst er auch den Inhalt des Pansens und somit auch die Panseninfusorien mit. Diese Kleinstlebewesen sind auch beim Hund wichtig zur Verdauung von Pflanzen. Da „grüner Pansen“ nicht gewaschen ist, enthält er noch reichlich Panseninfusorien, vorausgesetzt, er ist frisch oder gefroren und nicht getrocknet. Der Name „grüner Pansen“ leitet sich von den noch in den Falten hängen gebliebenen Gräsern und der Farbe des Pansen-Fleisches ab. In den Blättermagen gelangt der Grasbrei, nachdem die Kuh zum zweiten Mal zerkaut hat. Durch diese erneute Zerkleinerung bietet sich den Enzymen eine große Angriffsfläche. Im Blättermagen wird dem Brei das Wasser entzogen, so dass nun im Darm die Aufnahme der Nährstoffe beginnen kann.

 

Fazit
Die Fütterung mit frischem Mischfleisch entspricht also ganz den Bedürfnissen des Hundes. Sicher sind nicht bei jeder Mahlzeit alle lebenswichtigen Nährstoffe in gleicher Weise vorhanden. Das ist es bei wildlebenden Tieren auch nicht. Über einen längeren Zeitraum gleicht sich das alles aus. Wichtig ist, dass mit dieser Ernährung die entscheidenden Ziele für die Gesundheit des Hundes erreicht werden. Frische Nahrung fördert sein Wachstum in artgerechter Weise, sein Immunsystem wird auf natürliche Weise gestärkt, er bekommt ein schönes, gesundes und glänzendes Fell. Der Hund frisst diese Nahrung mit Genuss, so dass wir Menschen viel Freude mit unserem Hausgenossen haben können.
Sicher wird es nicht möglich sein, das Mischfleisch täglich frisch zu besorgen, so dass man es am besten tiefgefroren in sinnvollen Quanten (500g oder 1000g) einlagert. Wenn man nicht häufig fahren will, dann wird es gut sein, wenn man für unseren Hausgenossen einen größeren Raum im Gefrierschrank reserviert, aus dem man dann täglich das entsprechende Quantum entnimmt. 
Das Futter wird roh verfüttert. Keine Angst vor Krankheitserregern da das Fleisch bei –25°C Schock gefroren wird und anschließend bei –18°C aufbewahrt wird. Sämtliche Krankheitserreger, außer BSE, der allerdings auch kochen übersteht, werden abgetötet. 

 

Abschließend sei erwähnt: Die Kosten für diese Frischnahrung sind nicht höher als für gute Trockennahrung. Wenn man bedenkt, dass man sich damit wahrscheinlich noch den einen oder anderen Tierarztbesuch erspart, dann ist es wahrscheinlich sogar günstiger. Wenn man das Frischfleisch tiefgefroren verwendet, dann entsteht für die Zubereitung kein großer Zeitaufwand. 
 

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